Betriebsmittellisten prüfen

Der Einsatz von stickstoffhaltigen Düngemitteln im ökologischen Landbau ist stark reguliert und von Anbauverband zu Anbauverband unterschiedlich gestaltet. Unterschieden wird zwischen der einsetzbaren Gesamtmenge an Stickstoff pro Jahr, der erlaubten Zukaufmenge pro Jahr und der Art des organischen Stickstoffs, der eingesetzt werden darf.

Informationen darüber finden Sie in den Betriebsmittellisten ihres Anbauverbandes. Für die wichtigsten Anbauverbände haben wir nachfolgend ohne Gewähr eine Liste zusammengestellt, die Ihnen en Überblick der bei FiBL und InfoXgen gelisteten Produkte erleichtern soll.

Spower®Bio Stickstoff - Dünger

Der Spower®Bio Stickstoffanteil hat einen rein organischen Ursprung. Dabei teilt sich der Gesamtstickstoff auf organisch gebundenen Stickstoff und schnell wirkenden Stickstoff auf.

Zwei Geschwindigkeiten

Damit steht  sowohl eine langsam wirkende, organische Stickstoffkomponente als auch schnell wirkender Stickstoffquelle zur Verfügung. Diese Kombination gewährleistet eine bedarfsgerechte Stickstoffversorgung über einen langen Zeitraum und setzt zudem im organischen Substrat befindliche Aminosäuren und Mikronährstoffe frei.

Besonders der schnell wirkende Stickstoff fördert das Wachstum im Jugendstadium. Der beigemengte Sulfatschwefel hilft, die Stickstoffeffizienz in diesem Zeitraum zu maximieren.

Stickstoffeffizienz

Je nach Anforderung bieten wir mehrere Varianten als N, NP, NK und NPK Dünger an. Alle Varianten sind zur Steigerung der Stickstoffeffizienz mit Sulfat- und Elementarschwefel sowie Molybdän und Kreidekalk angereichert.

Bei BioN"+" Düngern sind Mikronährstoffe beigemengt, die für die Pflanze essentiell für gesundes Wachstum und die Qualitätssteigerung der reifen Frucht sind.

Frühjahrstrockenheit

Kombiniert man schnell und langsam wirkende Dünger, hilft dies sehr, einer gegebenenfalls auftretender Frühjahrstrockenheit entgegenzuwirken. Dies ist begründet durch ein ausgeprägteres Wurzelwachstum. Dieses entsteht dadurch, dass ein Großteil des ausgebrachte Stickstoffs im Erdreich nicht beweglich ist. Die Wurzel muss zum Nährstoff wachsen und nicht umgekehrt, wie z.B. bei nitrathaltigen Düngern. Damit hat die Pflanze einen erheblich größeren Spielraum auf Wasserdepots und Nährstoffanhäufungen zuzugreifen. Dies macht sie trockenheitsresistenter und erhöht zudem die Nährstoffnutzungseffizienz.

Streufähigkeit

Der Dünger ist granuliert zu einem Rundkorn mit durchschnittlich 3 mm  Durchmesser und dadurch voll streufähig. Die wasseranziehende Eigenschaft des Stickstoff Düngers erhöht dessen Abbaugeschwindigkeit bei hoher Luftfeuchtigkeit. Im doppelwandigen BigBag bleiben die Dünger lager- und streufähig.

Verpackung

Das Granulat aus organischem Stickstoff und Ammoniumstickstoff ist hygroskopisch, dies bedeutet wasseranziehend. Die in der Luft vorhandene Feuchtigkeit kondensiert am Granulat und weicht es auf.

Was nach der Ausbringung zur Beschleunigung des mikrobakteriellen Abbaus von Vorteil ist, macht sich bei offener Lagerung des Düngers negativ bemerkbar. Luftfeuchtigkeit führt dazu, dass das Granulat aufgeweicht wird und damit verklumpen kann. Besonders bei der maschinellen Ausbringung führt diese zu Problemen, da damit die Rieselfähigkeit beeinträchtigt wird.

Um die Lagerfähigkeit dennoch zu gewährleisten, muss versucht werden, das Granulat erstens just in time zu produzieren und es andererseits nach Herstellung vor Feuchtigkeit zu schützen.

Aus diesem Grund werden zur Lagerung der fertigen Dünger ausschließlich doppelwandige Einschlaufen BigBags verwendet. Sie sind nicht nur praktisch in der Handhabung sondern gewährleisten auch einen hervorragenden Schutz vor eindringender Luftfeuchtigkeit.

Granulierung

In der Regel wird organischer Stickstoff in Pelletform angeboten. Pellets haben aber erhebliche Nachteile. Durch die hohe Kompression, die bei der Pelletierung erforderlich ist, verzögert sich auch die Umwandlung des Organischen Stickstoffs in Nitrat erheblich. Es ist schwer, den Zeitraum des Bedarfs der Pflanze mit dem Ausbringungszeitpunkt in Einklang zu bringen. Auch die maschinelle Ausbringung ist ungenau. Die zylindrische Form und die stark variierenden Pelletgrössen lassen eine gleichmäßige Verteilungsdichte kaum zu.

Das Rundkorn Granulat in den Spower Produkten beschleunigt die Verfügbarkeit des Stickstoffs und ist über handelsübliche Düngerstreuer exakt ausbringbar. Der Durchmesser des Rundkorns liegt zwischen 2 und 5 mm. Entsprechende Streutabellen stehen zur Verfügung, um eine optimale Kornverteilung zu gewährleisten.

Bei der Granulierung wird als Bindemittel wasserlösliches Bentonit verwendet. Das Granulat zerfällt bei Zuführung von Wasser in seine Bestandteile und bietet prompt eine große Angriffsfläche für den mikrobakteriellen Abbau des organischen Materials sowie die Löslichkeit des ausgebrachten Ammoniumstickstoffs.

Mit Granulat lässt sich der Bedarfszeitpunkt mit dem Ausbringungszeitpunkt problemlos  korrelieren.

Molybdän

Molybdän ist beteiligt am Chlorophyllaufbau, ein Katalysator bei der Umwandlung von Nitrat zu Nitrit in der Pflanze und Bestandteil einiger Enzyme.

Molybdän zeigt sich damit mitverantwortlich für eine gesteigerte Stickstoffeffizienz, da es  die Verwertung des von der Wurzel aufgenommenen Nitrats begünstigt.

Mangel zeigt sich vorwiegend an jüngeren Blättern. Die Blattränder werden nekrotisch und rollen sich ein.

Besonders betroffen sind Böden mit niedrigem pH-Wert, aber auch Trockenheit und Auswaschung führen zur Unterversorgung.

Molybdän ist deswegen bei allen
Spower®Bio „+“ Düngern fester Bestandteil der Formulierung.