Spower®Bio Phosphat - Dünger

Spower®Bio Dünger mit Phosphor bauen auf weicherdiges Rohphosphat. Mineralische Alternativen dazu sind momentan nicht bekannt oder erlaubt. Entscheidend für die Wirksamkeit der Phosphatdüngung, im Idealfall bereits im Jugendstadium der Pflanzen, ist die Geschwindigkeit des Umwandlungsprozesses von Rohphosphat in pflanzenverfügbares Phosphat. In der Industrie wird das Rohphosphat durch Zusatz von Schwefelsäure aufgeschlossen, damit erhält man wasserlösliche Phosphate, die von der Pflanze nutzbar sind. Im ökologischen Landbau ist dieser Prozess der Natur überlassen.

Elementarschwefel macht Phosphat wasserlöslich

Die Umwandlung von Rohphosphat in pflanzenverfügbares Phosphat benötigt ein saures Umfeld. Dieses wird beim Abbau von Elementarschwefel zu Sulfatschwefel geschaffen, dabei wird auch Schwefelsäure freigesetzt. Der Elementarschwefel dient damit nicht nur der Steigerung der Stickstoffeffizienz sondern ist auch ein wichtiger Baustein, um schnelle Phosphatverfügbarkeit zu gewährleisten.

Hoher Vermahlungsgrad des Rohphosphats

Das in Spower®Bio Düngern verwendete Rohphosphat besitzt einen hohen Vermahlungsgrad. Dies erhöht die Oberfläche der Phosphatkristalle und gibt den, für die Umwandlung in pflanzenverfügbares Phosphat benötigten Bakterien, eine große Angriffsfläche, um den Umwandlungsprozess zügig einzuleiten.

Bodendurchlüftung

Voraussetzung für eine optimale Umgebung für die aktiven Bakterien ist die gute Durchlüftung des Bodens. Über die Beimengung von Kreidekalk mit 90%ige Reaktivität werden Bodenverdichtungen gelöst. Der Boden wird poröser und krümeliger, was die Lebensbedingungen der Bakterien und Wurzeln verbessert. Dies fördert zusätzlich die Freisetzung von pflanzenverfügbarem Phosphat. Aus dem Phosphorvorrat des Bodens.

Alle Spower®BioP Dünger mit weicherdigem Rohphosphat sind daher mit entsprechenden Anteilen an Elementarschwefel und Kreidekalk ausgestattet. Dies schafft die Rahmenbedingungen, die erforderlich sind, um Phosphat frühzeitig und in ausreichender Menge für die Pflanze verfügbar zu machen.

Phosphat Dünger Varianten

Wie in nachfolgender Formulierungs-Tabelle ersichtlich, stellen wir elf unterschiedliche Spower®BioP Varianten mit weicherdigem Rohphosphat, Kreidekalk und Elementarschwefel zur Verfügung. Je nach Anwendungszweck sind die Varianten mit Stickstoff (organischer Stickstoff und wasserlöslicher Ammoniumstickstoff), Kalium und/oder Mikronährstoffen angereichert.

Verwendungsbeispiele

  • Grünland:                  Spower®Wiese und Spower®Wiese+
  • Leguminosen:           Spower®P+ und Spower®PK+
  • Mais:                         Spower®NP+, Spower®Mais+ und Spower®Mais (Bio Austria)
  • Getreide:                   Spower®P, Spower®PK+ und Spower®NPK+

Phosphor für Grünland

Um für den ersten und zweiten Schnitt optimale Voraussetzungen zu schaffen bieten wir zwei, speziell auf die Gülleergänzung im Grünland ausgelegte Spower® Varianten an.

Klassisches Problemfeld ist die Versorgung der Wiesen mit Phosphor und Schwefel. Besonders Schwefel ist in der Gülle nur spärlich vorhanden. Er ist, als Elementarschwefel, erforderlich, um das weicherdige Rohphosphat schneller wasserlöslich zu machen und das mangelhafte N:S Verhältnis auszugleichen.

Spower®BioWiese und Spower®BioWiese+ sind daher stark phosphat- und schwefelbetont.

Neben der Steigerung der Stickstoffeffizienz hat Schwefel positive Auswirkungen auf:

  • Verdaulichkeit des Futters
  • Biotinbildung (Klauengesundheit)
  • Eiweißgehalt
  • Stabilisierung des Energiegehaltes in der Silage

Die beigefügten Mikronährstoffe Kupfer, Molybdän und Zink erfüllen folgende Aufgaben:

Cu: Verbessert Photosyntheseleistung, erhöht die N-Effizienz, Vitalität und Wiederstandskraft sowie die Fruchtbarkeit im Stall

Zn: Begünstigt die Proteinbildung und Eiweißkonzentration, steigert die Wasseraufnahmekapazität

Mo: Fördert die Erhaltung von Leguminosen im Grünland, erhöht den Proteingehalt und ist entscheidender Katalysator bei der Stickstoff Assimilation der Knöllchenbakterien.

für Bio Austria (BioWiese) ohne Stickstoff

1. und 2. Schnitt

Der erste und zweite Schnitt ist im Grünland entscheidend für die Grundfutter Versorgung Ihres Betriebes. Deshalb sollten für diese beiden Schnitte ideale Nährstoff Voraussetzungen geschaffen werden.

Ein Kubikmeter Rindergülle enthält im Durchschnitt:

  • 1,5-  2,5 kg Ammonium-N
  • 1 - 1,5 kg Phosphor
  • 4 - 6 kg Kalium
  • 0,5 - 1 kg Magnesium
  • 0,15 - 0,75 kg Schwefel

Der Nährstoffgehalt von Gülle kann aber stark variieren, er ist abhängig von der Tierart und deren Fütterung, von der Art und Dauer der Güllelagerung, der Einleitung von Niederschlagswasser sowie Futterresten und Einstreu.

Kalium und Magnesium wird üblicherweise über den Rindergülle Eintrag und regelmäßige Kalkung in ausreichender Menge zugeführt.

Stickstoff, Phosphor und vor allem Schwefel zählen zu den Problemzonen.

Der Phosphor Eintrag durch die Gülle und der bestehende Versorgungsgrad des Bodens mit Phosphor ist erfahrungsgemäß die Stellgröße, die am meisten variiert. Das Spektrum reicht von überversorgten Böden bis zu mangelhaft versorgten Böden.

Bei Phosphormangel sinkt der Leguminosenanteil im Grünland. Dies hat negativen Einfluss auf den Eiweißgehalt des Futters und führt zu einer schlechteren Futteraufnahme (verminderte Pansenaktivität).

Um Phosphor möglichst schnell pflanzenverfügbar zu machen und gleichzeitig die Verwertung des ausgebrachten Stickstoffs effizient zu gestalten, ist vor allem ein hoher Schwefelanteil ausschlaggebend für den Erfolg.

Phosphor für Leguminosen

Leguminosen sind bekanntermaßen in der Lage mit Hilfe der Knöllchenbakterien den Stickstoff aus der Luft zu binden. Sie sind damit ein wichtiger Stickstoff- und Eiweißlieferant. Das Stickstoffaneignungsvermögen ist allerdings maßgeblich von einer ausgewogenen und zielgerichteten Nährstoffversorgung abhängig.

Zur Förderung der Knöllchenbildung und Blüte ist eine gute Phosphor und Kaliumversorgung unabdingbar. Über ausgebrachte Gülle wird häufig ausreichend Kalium ausgebracht, das benötigte Phosphat und Schwefel befindet sich im Mangel.

Genauso bedeutend wie eine gute Kalium, Phosphat und Schwefelversorgung ist auch die Bereitstellung der benötigten Mikronährstoffe. Hier sei vor allem Molybdän benannt, welches im Zusammenspiel mit Mangan, Zink und Kupfer entscheidend für die Stickstoff Assimilation ist. Fehlt Molybdän, kann das Enzym Nitrogenase nicht in ausreichender Menge produziert werden. Nitrogenase ist verantwortlich für die Stickstofffixierung der Knöllchenbakterien, die sich an den Knöllchen ansiedeln.

Spower®BioP+ ist deswegen mit besonders viel MOLYBDÄN ausgestattet.

Damit wird durch die Bereitstellung von optimalen Rahmenbedingungen die Knöllchenbildung, die N-Effizienz, die Vitalität und letztendlich der Ertrag gesteigert.

 

 

Bor

Bor erhöht die Stickstoffverfügbarkeit in der Pflanze und übt u.a. bei der Zellteilung, der Bestäubung, beim Fruchtansatz und bei der Kornentwicklung zahlreiche Funktionen in der Pflanze aus.

Bor hilft beim Transport der Stärke vom Blatt ins Korn und unterstützt maßgeblich die Knöllchenbildung an Leguminosen. Luzerne wird bei Bormangel stark an Ertrag verlieren.

Molybdän

Molybdän ist Bestandteil der Enzyme Nitratreduktase und Nitrogenase und damit wichtig für die Stickstoff Assimilation und Effizienz. Mangel führt zu Nitratanreicherungen in der Pflanze, welche den Eiweißstoffwechsel stört und zu Anreicherungen von Zucker und Stärke führt. Dies ist Ursache für Reststickstoff in der Silage (Leberbelastung beim Vieh)

Nitrogenase ist das entscheidende Enzym für die Stickstoff-Fixierung der Knöllchenbakterien.

Zink und Kupfer

Leguminosen reagieren empfindlich auf Zink Mangel. Er führt zu verstärktem Befall mit Blattläusen und Sklerotinia.

Neben der Hemmung der Photosynthese führt Mangel auch zu einer Anhäufung von Einfachzuckern und Aminosäuren. Fehlende Enzyme verhindern deren Weiterverarbeitung in der Pflanze.

Fehlendes Kupfer verhindert hohe Proteingehalte und schränkt die Stickstofffixierung ein.

Mangan

Soja- und Ackerbohnen reagieren bei Manganmangel äußerst empfindlich. Sie zeigen dann eine sehr starke Gelbfärbung.

Die Manganverfügbarkeit wird bei hohen pH-Wert und Schwefelmangel eingeschränkt.

Phosphor für Mais (Unterfuß)

Spower®BioNP+ ist hervorragend geeignet für die Unterfuß Düngung von Mais. Sein hoher Rohphosphat Gehalt kombiniert mit viel Elementarschwefel und Ammoniumstickstoff fördert das schnelle Wurzelwachstum im Jugendstadium und steigert die N-Effizienz.

Unterstützt wird dies durch beigemengten Kreidekalk mit 90%iger Reaktivität. Das dadurch entstehende porösere Erdreich erleichtert die Wurzeldurchdringung und öffnet die Wege zu den eingebrachten und vorhandenen Nährstoffen.

Ein größeres Wurzelvolumen erlaubt im späteren Verlauf den Zugriff auf ein umfangreicheres Nährstoff- und Wasserreservoire, was die Pflanze Trockenphasen besser überstehen lässt.

Ebenfalls im wurzelnahen Bereich werden bei Unterfuß Düngung die für den Mais  wichtigen Mikronährstoffe platziert. Dazu zählen Bor, Zink und Molybdän. Dies ist insofern besonders wichtig, da sie bei Wachstum innerhalb der Pflanze nicht beweglich sind. Sie müssen permanent über die Wurzel nachgeliefert werden. Direkt am Wurzelballen sind sie damit für die Pflanze permanent verfügbar.

Mit eine guten Mikronährstoff Versorgung vermeiden Sie nicht nur Mangelerscheinungen, auch bei längeren Trockenphasen zeigt sich eine wesentlich höhere Trockenheitstoleranz. Die Pflanzen sind widerstandsfähiger und erholen sich nach Ende einer Trockenphase sichtbar schneller vom Trockenstress als Pflanzen mit schlechter Mikronährstoff Versorgung.

Molybdän

Molybdän ist beteiligt am Chlorophyllaufbau, ein Katalysator bei der Umwandlung von Nitrat zu Nitrit in der Pflanze und Bestandteil einiger Enzyme. Molybdän erhöht die Stickstoffeffizienz damit signifikant.

Mangel zeigt sich vorwiegend an jüngeren Blättern. Die Blattränder werden nekrotisch und rollen sich ein.

Besonders betroffen sind Böden mit niedrigem pH-Wert, aber auch Trockenheit und Auswaschung führen zur Unterversorgung.

 

 

Bor

Bormangel ist bei Mais oberflächlich kaum sichtbar. An den Blättern erkennt man ihn an schmalen, weißen, durchsichtigen nekrotischen Flecken.

Liegt akuter Bormangel vor, trocknen junge Blätter aus, verdrehen sich und können an den Blattspitzen faltig werden.

Extremer sind die Auswirkungen am Kolben und damit in Folge auch am Ertrag.

Bormangel führt zu einem verkürzten Internodienwachstum. Die Kolben sind, verglichen mit gut Bor versorgten Pflanzen, kleiner, die einzelnen Körner sind schlecht ausgefüllt und die Kornreihen sind ungeordnet angereiht. Meist sind die Körner an der Kolbenspitze verkrüppelt und dunkel gefärbt.

Des weiteren führt Bormangel zu einer schlechten P Aufnahme, schwacher Wurzelausbildung und reduzierter Standfestigkeit.

Zink

Zink ist beteiligt an Funktionen der Photosynthese, Bestandteil der RNA-Polymerase und der Produktion von Wachstumshormonen beteiligt.

Folge ist das Absenken des Chlorophyllgehaltes in den Zellen und die Hemmung der Zellteilung.

Fehlt der Maispflanze Zink, wirkt sich dies auf den Biomasseaufbau aus. Die Folge sind kleinwüchsige Pflanzen mit niedriger Masseausbeute.

 

 

für Bio Austria (BioMais) ohne Stickstoff

Mangan

Der Chlorophyllaufbau und die damit verbundene Photosynthese Leistung der Maispflanze leidet bei Manganmangel. Ungünstige Auswirkungen hat dies auch auf das Wachstum ihrer der Seitenwurzeln. Hohe pH-Werte unterstützen Mangan-Mangel genauso wie hohe Wassersättigung des Bodens oder hohe Phosphor- und Eisen-Werte. Auch hohe Güllegaben wirken sich negativ auf die Manganverfügbarkeit aus.

Phosphor für Getreide

Für Phosphorversorgung von Getreide stehen mehrere Spower®Bio Phosphordünger zur Verfügung. Je nach ausgebrachter Gülle Menge und Gülle Art besteht unterschiedlicher Bedarf an den Hauptnährstoffen Stickstoff, Phosphor und Kalium.

Die Dünger sind so ausgelegt, dass die bei Gülleausbringung typische Schwefelunterversorgung ausgeglichen wird. Damit wird sowohl das Phosphor : Schwefel als auch das Stickstoff :Schwefel Verhältnis auf das erforderliche Niveau gehoben um die Verfügbarkeit von wasserlöslichem Phosphat zu gewährleisten und die Stickstoff Effizienz anzuheben.

Die PK+ und NPK+ Varianten sind zusätzlich mit den Mikronährstoffen Kupfer, Molybdän und Zink versehen. Besonders die Kombination aus Phosphor- und Zinkdüngung erhöht nach neuesten Untersuchungen die Verfügbarkeit der beiden Nährstoffe erheblich im Vergleich zu isolierter Düngung.

Die Düngung mit den drei Mikronährstoffen Cu, Mo und Zn  erhöht die Stickstoff Effizienz und die Eiweißkonzentration. Sie senkt  die Anzahl der freien Aminosäuren, die nicht in Proteine umgewandelt werden und fördert die Wasseraufnahmekapazität der Pflanzen.

 

 

Phosphormangel bei Getreide

Kleiner Wuchs, dünner Halm, schlechte Bestockung und lückenhafter Bestand sind typische Zeichen von Phosphormangel.

Sind diese Symptome sichtbar, ist es kaum mehr möglich, dem Mangel entgegenzuwirken. Phosphormangel sollte bereits aus dem Ergebnis Ihrer Bodenuntersuchung erkannt werden. Damit haben Sie die Möglichkeit, vor Auftreten der Symptome entgegenzuwirken.