Mikronährstoffe für Bodenlebewesen und Pflanzen

Eine Bodenuntersuchung, auch auf Mikronährstoffe, verrät den Mangel. Häufig fehlen Kupfer, Mangan, Molybdän und Zink. Nicht nur bei Raps und Mais spielt auch Bor eine große Rolle um Fehlentwicklungen und Mangelerscheinungen zu verhindern sowie Erträge zu maximieren.

Bor fördert den Zellaufbau und das Dickenwachstum der Wurzel. Sie kann damit mehr Wasser speichern und wird winterhärter. Es optimiert die Phosphoraufnahme und Stickstoffverwertung, stabilisiert Zellwände  und wird für die Zellteilung und deren Zellstreckung benötigt. Bor wird in der wachsenden Pflanze aber nicht umverteilt, es muss permanent zugeführt werden.

Kupfer verbessert die Photosyntheseleistung und fördert die Zellwandstabilität. Kupfer erhöht die Stickstoffaufnahmeraten und führt bei Mangel zu Stickstoff-Mangelsymptomen. Gerne wird dies mit einem Stickstoffmangel verwechselt, die Ursache der Symptome ist aber ein anderer und lässt sich durch zusätzliche Stickstoff Gaben nicht beseitigen.

Zink ist am Eiweißstoffwechsel beteiligt und fördert die Zellteilung. Mangel führt in der Jugendphase zu gestauchtem Wuchs. Auch im Stall führt Mangel zu Problemen. Als Baustein der Enzyme ist es wichtig für die Verdauung, reduziert Haut- und Klauenprobleme. Es stärkt das körpereigene Immunsystem und ist wichtig für die Fruchtbarkeit der Tiere.

Der Chlorophyllaufbau und die damit verbundene Photosynthese Leistung der Pflanze leidet bei Manganmangel. Ungünstige Auswirkungen hat dies auch auf das Wachstum ihrer der Seitenwurzeln. Hohe pH-Werte unterstützen Mangan-Mangel genauso wie hohe Wassersättigung des Bodens oder hohe Phosphor- und Eisen-Werte. Auch hohe Güllegaben wirken sich negativ auf die Manganverfügbarkeit aus.

Molybdän hat entscheidenden Einfluss auf die Stickstoffaufnahme der Pflanze. Es ist innerhalb der Pflanze, als Katalysator, bei der Umwandlung von Nitrat zu Nitrit am Chlorophyllaufbau beteiligt.

Längere Trockenphasen führen zu einem Herunterfahren des Stoffwechsels innerhalb der Pflanze. Bestände mit guter B, Cu, Mo, Mn und Zn Versorgung sind in der Lage, während Trockenphasen auch geringe Feuchtigkeitsmengen zu verwerten, sie bleiben sichtbar länger im Saft. Bei Ende einer Trockenphasen, beginnt sich der Stoffwechsel bei guter Mikronährstoffversorgung beschleunigt zu regenerieren, das Wachstum wird zügig fortgesetzt.

Die in den Spower®Bio Produkten enthaltenen Mikronährstoffe sind so granuliert, dass sich die Nährstoffe auf alle Mikronährstoff-Granulat-Körner verteilen, also eine flächendeckende, gleichmäßige Versorgung gewährleistet ist.

Granulierung

Entscheidend bei der Vermischung von Mikronährstoffen ist, aufgrund der minimalen Mengen die Vermengung vor der Granulierung.

Ohne diesen Produktionsschritt ist eine flächendeckende Verteilung der Nährstoffe nicht möglich, da sich die Nährstoffkonzentration sonst nur auf wenige Körner beschränkt, dafür aber im Korn selbst zu hoch ist.

Damit würden wenige Körner mit viel zu hoher Nährstoffkonzentration gelegt werden.

Mischt man die Nährstoffe vor Granulierung, erhält man viele Körner mit jeweils geringer Nährstoffkonzentration. Eine gleichmäßige Verteilung wird damit möglich.

Spower® Biodünger mit Haupt-, Neben- und Mikronährstoffen

Düngt man Haupt und Nebennährstoffe, kann es sehr sinnvoll sein, auch die für die Pflanze benötigen Mikronährstoffe zeitgleich mit einer Überfahrt zu düngen. Eine ausführliche Bodenanalyse zeigt eventuell existierenden Mangel auf und gibt den Bedarf zuverlässig an. Die einzelnen Varianten der Spower®Bio Dünger mit Mikronährstoffen sind so konzipiert, dass man den Entzug an Mikronährstoffen für den typischen Verwendungsbereich abdeckt. Zudem bieten wir Produkte, die es Ihnen erlauben, auch ausgelaugte Böden wieder auf den gewünschten, Sollzustand zu bringen.

Die Nährstoffe im voll streufähigen Granulat sind gleichmäßig verteilt, damit erzielen Sie eine vollständige und geleichmäßige Flächenabdeckung. Dies wird dadurch ermöglicht, dass die Nährstoffe bereits vor Granulierung miteinander vermengt werden.

Mikronährstoffe pur

Ist der Boden ausreichend mit Haupt und Nebennährstoffen versorgt oder zeigt sich eklatanter Mangel an Mikronährstoffen auf, haben Sie mit den hochdosierten und mit Schwefel (Sulfat- und Elementarschwefel) angereicherten Spower®Bor Produkten die Möglichkeit diesen gezielt auszugleichen.

In allen Produkten ist Schwefel und Bor enthalten, da diese beiden Nährstoffe im ökologischen Landbau erfahrungsgemäß flächendeckend unterversorgt sind. Kreidekalk fördert die Bodenstruktur und schafft ein optimales Umfeld für die Verfügbarkeit der Nährstoffe. Nützlicher Nebeneffekt ist, dass damit auch das nötige Düngervolumen geschaffen wird, um die Mikronährstoffe gleichmäßig und flächendeckend mit dem Düngerstreuer verteilen zu können.

Die zu Schwefel und Bor beigefügten Mikronährstoffe Kupfer, Mangan, Molybdän und Zink variieren. Damit haben Sie die Möglichkeit gezielt Mangel auszugleichen oder Nährstoffe zu ergänzen.

Selen und Kobalt ist leider nicht in den Produkten enthalten. Selen- und kobalthaltige Produkte sind in den Betriebsmittellisten Deutschlands und Österreichs nicht zugelassen.

Bodendüngung

Bei der Bodendüngung geht es vornehmlich darum, die Fruchtbarkeit des Bodens zu erhöhen.

Die zu treffenden Maßnahmen sind also nicht unmittelbar für die Nutzung durch die Pflanze gedacht, sondern zur Verbesserung des Lebensraumes der Mikroorganismen im Boden.

Die dort lebenden Bakterien sind verantwortlich für viele Umwandlungsprozesse, ohne die vorhandene Nährstoffe niemals pflanzenverfügbar werden würden. Bietet man den Mikroorganismen ein wachstumsförderndes Umfeld, kommt dies unmittelbar auch den angebauten Pflanzen zu Gute.

Zur Herstellung eines idealen Umfelds für Mikroorganismen zählen folgende Punkte

  • Bodendurchlüftung
  • pH-Wert Einstellung
  • Wasserspeicherfähigkeit
  • Nahrungsbereitstellung

Ein besonderer Aspekt bei der Bereitstellung von Nahrung betrifft die Versorgung mit Mikronährstoffen. Diese werden von Bakterien benötigt, um Enzyme zu bilden, die die biochemischen Prozesse bei der Umwandlung der  aufgenommenen Nahrung in pflanzenverfügbare Nährstoffe überhaupt erst zu ermöglichen.

Mangel an diesen Stoffen erschwert diesen Prozess, und führt zwangsläufig zu Nährstoffmangel auch bei der angebauten Feldfrucht.

Auch das sollte man wissen

Die pflanzenverfügbaren Formen von Bor und Molybdän (Borate und Molybdate) können, genauso wie Nitrate und Sulfate, aufgrund ihrer Löslichkeit in Wasser, aus dem Boden ausgewaschen werden. Insofern ist der Zeitpunkt der Düngung entscheidend. Um Auswaschungsverluste zu vermeiden, sollten sie daher erst Ende des Winters oder im Frühjahr ausgebracht werden. Bei Tiefwurzlern oder sehr hohem Bedarf ist es sinnvoll, die Gabe zu teilen. Es gilt auch zu berücksichtigen, dass leichte Böden sehr viel auswaschungsgefährdeter sind als schwere.