Bedeutung von Schwefel

Die Verwendung von Schwefel bei der Düngung ist in allen Spower® Produkten seit jeher fest verankert und das Fundament aller Spower® Produkte. Sie gewinnt in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung und wird, getrieben durch neue Düngeverordnungen, neben einer guten Versorgung mit Mikronährstoffen, immer mehr zum zentralen Thema bei der Optimierung der Düngung.

Dadurch, dass ausgebrachter, stark wasserlöslicher Sulfatschwefel unkontrolliert durch Auswaschung wertlos wird und der Tatsache, dass Schwefeleintragungen durch die Luft nach Einführung der Luftreinhaltemaßnahmen nicht mehr erfolgt, werden neue Konzepte benötigt, die Schwefel in ausreichender Menge und vor allem über einen langen Zeitraum, optimaler Weise bis zur Fruchtreife, verfügbar machen.

Schwefel zeichnet sich verantwortlich für:

  • Stickstoffeffizienz
  • Phosphatverfügbarkeit
  • Eiweißgehalt und Energiedichte
  • Stickstofffixierung der Knöllchenbakterien
  • Verdaulichkeit und Eiweißqualität
  • Humusaufbau

Probleme bei der Schwefeldüngung

Herkömmliche Schwefeldüngung erfolgt über die Gabe von Sulfatschwefel. Dieser ist durch seine hohe Wasserlöslichkeit schnell pflanzenverfügbar. Die hohe Wasserlöslichkeit ist aber auch problematisch, da der Sulfatschwefel damit bei höheren Niederschlagsmengen immer tiefer ins Erdreich getragen wird und somit, früher oder später, für die Pflanze nicht mehr zugänglich ist.

Alternativ bietet es sich an, die Schwefeldüngung mittels Elementarschwefel umzusetzen. Dieser ist nicht wasserlöslich, kann damit nicht ausgewaschen werden, hat aber den Nachteil, dass die bakterielle Umwandlung in Sulfatschwefel erst bei Bodentemperaturen größer 15°C erfolgt. ‘Die Verfügbarkeit im Jugendstadium der Pflanze ist damit stark eingeschränkt.

Spower® Dünger enthalten beide Schwefelformen

Spower® kombiniert beide Schwefelformen:

  • Hohe Schwefelverfügbarkeit im Jugendstadium (Sulfatschwefel)
  • Schwefelverfügbarkeit bis zur Fruchtreife (Elementarschwefel)
  • Minimale Auswaschung, kaum Verluste
  • Beschleunigung der Umwandlung von Rohphosphat(Säurefreisetzung bei der Umwandlung von Elementarschwefel in Sulfatschwefel)
  • Vergrämung von Wildschweinen (Freisetzung von Schwefelwasserstoff beim bakteriellen Abbau von Elementarschwefel)

Elementarschwefel Abbau

Das ausgebrachte Granulat (90% fein gemahlener Elementarschwefel, 10% Bentonit) löst sich bei Zugabe von Wasser schnell auf und dringt in die oberen Schichten der Erdoberfläche ein.

Der Schwefel kann in dieser Reinform allerdings von der Pflanze nicht aufgenommen werden.

Um dies zu ermöglichen, muss der Schwefel in Sulfatschwefel umgewandelt werden. Dies geschieht durch spezielle, im Boden verfügbare Bakterien, die Thiobakterien.

Im feuchten Milieu, ab einer Bodentemperatur von 15°C beginnt dieser Prozess und hält kontinuierlich über einen Zeitraum von bis zu 8 Wochen an.

Dabei werden Thiosulfat, Tetrathionat und Trithionat als Zwischenverbindungen zu Sulfat als Endprodukt gebildet.

Als „Abfallprodukte“ fallen in geringen Mengen Schwefelsäure und Schwefelwasserstoff an.

Das langsam gebildete Sulfat wird von der Pflanze aufgenommen.

Verluste durch Auswaschung bei starken Niederschlägen sind somit minimal.

Überschüssiger Elementarschwefel, der z.B. nach Herbstdüngung aufgrund niedriger Temperaturen nicht mehr abgebaut wird, steht im nächsten Frühjahr bei steigenden Bodentemperaturen wieder zur Verfügung

Humusbildung

1 kg Schwefel ist ausreichend für die Bildung von ca. 100 kg Humus. Damit wird der Humuskreislauf aufrechterhalten, im günstigsten Fall gewinnt man Humus dazu.

Voraussetzung ist ein S : N : C Verhältnis von 1 : 10 : 100.

Spower Bio Dünger mit hohem Schwefelanteil