Den Boden in Einklang bringen

Die Wechselwirkungen und das Zusammenspiel von Bodenbestandteilen, Nährstoffen, Mikroorganismen und Pflanzen sind komplex und vielleicht deswegen auch oft wenig beachtet. Das Wissen über dessen Bedeutung und Beeinflussbarkeit ist aber entscheidend für die Bodenfruchtbarkeit und damit Wirtschaftlichkeit.

Das oft aus den Fugen geratene Gleichgewicht zwischen den vier genannten Stellgrößen führt zu sinkender biologischer Aktivität, Auswaschungsverlusten und Stressfaktoren (Trockenheit, Hitze). Der Unkrautdruck steigt und  die Bestände sind anfälliger für Krankheiten.

Der Fokus bei der Düngung sollte daher zuerst auf der Herstellung eines gesunden Bodens gelegt werden. Nur ein Boden im Einklang lässt auch eine effektive Nutzung der Nährstoffe durch die Pflanze zu.

Im ökologischen Landbau kommt dem Boden seit jeher ein höherer Stellenwert zu. Die verfügbaren Ressourcen sind knapper und müssen effizienter genutzt werden.

Was ist zu tun?

Voraussetzung für regenerative Maßnahmen ist die exakte Kenntnis über den aktuellen Zustand des Bodens. Es gibt heute etliche Bodenanalytik-Unternehmen, die sich genau auf dieses Thema spezialisiert haben und neben der reinen Detaildiagnostik des Bodens auch aufzeigen, wie die erkannten Defizite beseitigt werden können.

Gesunder Boden

Die Qualität des Bodens lässt sich .nicht beeinflussen. Ein leichter, sandiger  Boden lässt sich nicht zum schweren, tonhaltigen Boden machen und umgekehrt.

Viel wichtiger ist es, die Ressource Boden, die zur Verfügung steht, in einen idealen Zustand zu versetzen, um sie der Pflanze optimal nutzbar zu machen.

Entscheidend ist dabei nicht nur die Zusammensetzung der pflanzennutzbaren Nährstoffen im Boden. Auch die Nährstoffe, die die Beschaffenheit des Bodens und den Lebensraum der nichtpflanzlichen Lebewesen beeinflussen, sind elementar.

Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Kationenaustauschkapazität (KAK oder engl. CEC) zu.

KAK - KationenAustauschKapazität

Der Boden hat, je nach Beschaffenheit (leicht, sandig oder schwer, tonhaltig usw.), unterschiedliche Speicherkapazität für Nährstoffe wie Kalzium, Magnesium, Kalium und Natrium. Die genannten Nährstoffe liegen im Boden als positiv geladene Ionen (Kationen) vor.

Die Teilchen des Bodens (Humuspartikel, Tonminerale, Sand oder Staubkörnchen) sind ebenfalls elektrisch geladen, im Gegensatz zu den genannten Nährstoffen allerdings negativ (Anionen). Die negativ geladenen Bodenteilchen ziehen die gelösten, positiv geladenen Nährstoffe an und fixieren sie an ihren Oberflächen. Die Bindung an die Oberfläche ist dabei so stark, dass sich die Nährstoffe nicht wieder im Wasser lösen und somit auch nicht von der Pflanze genutzt werden können.

Die KAK ist also ein Maß für die Nährstoff-Speicherkapazität eines Bodens. Die richtige Belegung des verfügbaren Speicherplatzes macht ihn aber erst wertvoll!

Spower Bodendüngung

Schlechte Bodenstrukturen, verursacht durch mangelhafte Kationen Verhältnisse (Kalzium, Magnesium, Kalium), können mit gezielter Düngung aufgebrochen werden.  Wichtig ist parallel zum Kation im Mangel auch Sulfat- und Elementarschwefel zu geben, damit die überschüssigen Kationen des Nährstoffs im Überschuss gebunden und ausgeleitet werden.

Bei Mg++ Überschuss in der Kolloid Belegung ist es erforderlich, Kalziumkationen zu düngen. Dies geschieht über die Gabe von Spower®BioAktiv mit Kreidekalk in Kombination mit dem dafür benötigten Schwefel.

Ca++ Überschuss in der Kolloid Belegung erfordert die Gabe von Magnesiumcarbonat in Kombination mit dem dafür erforderlichen Schwefel. Spower®BioMag liefert die entsprechende Nährstoffkombination dafür.

Kaliummangel lässt sich durch Gabe von Spower®BioK ausgleichen. Überschüssige Ca++  und Mg++ Kationen werden durch die Schwefelzufuhr gebunden und lassen sich so ausspülen.

Spower® Bodendüngung mit Mikronährstoffen

Leichte, sandige Böden nachhaltig aufwerten

Leichte, sandige Böden besitzen wenig Tonmineralien und damit Kolloide, an denen sich Ca++, Mg++, K+ Kationen anlagern können. Da man die fehlenden Tonmineralien nicht einfach zuführen kann, sind andere Lösungsansätze gefragt, um die Nährstoffe, aber auch Wasser besser im Boden zu halten.

Zwei Silikate mit unterschiedlichen Eigenschaften bieten sich dafür an. Montmorillonit und Klinoptilolith. Sie unterscheiden sich in der Fähigkeit Wasser und Nährstoffe zu speichern.

Montmorillonit ist dabei ein exzellenter Wasserspeicher, es absorbiert die doppelte Eigenmasse an Wasser und die darin gelösten Nährstoffe und kann es bei einsetzender Trockenheit an die Pflanze wieder abgeben.

Klinoptilolith, ein speziell vorbehandeltes Silikat, ist ebenfalls in der Lage Wasser zu speichern, der große Unterschied zu Montmorillonith liegt aber darin, dass es, ähnlich wie ein Tonmineral, in der Lage ist, Kationen zu binden und damit vor Auswaschung zu schützen. Die Kationen bleiben damit pflanzenverfügbar. Beide Varianten sind hervorragend geeignet als Nährboden für Mikroorganismen geeignet.

Um einen nachhaltigen Effekt zu generieren, sollten jährlich ca. 1000 kg/ha bei flächiger Anwendung ausgebracht werden. Die Silikate sind verwitterungsbeständig und reichern sich im Boden an.

Spower®AquaVital

Bei Spower®AquaVital liegt der Fokus auf der Speicherung von Wasser, es enthält daher einen hohen Montmorillonit Anteil.

Spower®ZeoVital1

Bei diesem Produkt steht die Speicherung von Kationen im Vordergrund. Der hohe Klinoptilolith Anteil befähigt es Nährstoffe und Wasser optimal aufzunehmen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder pflanzenverfügbar abzugeben.

Spower® Partner zur Bodenbeprobung nach Kinsey

Es gibt eine Vielzahl von Unternehmen, die Bodenbeprobungen seriös und zuverlässig durchführen. Aus eigenen, durchweg langjährig positiven Erfahrungen heraus, können wir Ihnen folgendes Unternehmen empfehlen:

Kinsey/Albrecht Beprobung:

GEOBÜRO Christophel

Wispeckweg 1

DE-92355 Velburg

www.gb-christophel.de/

 

Formulare zur Beprobung finden Sie hier - Formular_Bodenbeprobung.PDF

Gerne finden wir mit Ihnen gemeinsam den richtigen Lösungsansatz hinsichtlich der Ergebnisse der Bodenuntersuchungen.